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Unser Verein stellt sich vor

Der Verein

In Zabo kennt man uns als "Bienenheim". Manche
meinen damit unsere Vereinsgaststätte mit einem
schönen unter Waldbäumen gelegenen Biergarten
ander denken an unsere Pachtgartenanlage, und
so mancher weiß, dass es bei uns ganz vorzüglichen Honig aus dem
Reichswald gibt.


 

Wir, die Bienenzüchter-Vereinigung (BZV),
sind ein eingetragener Verein, mit ca. 260
Mitgliedern. Im Jahr 2007 feierte unser Verein
sein 100 jähriges Bestehen. Unser Vereins-
gelände mit seinem naturnahen Charakter liegt
recht erholsam am Waldrand und ist vom Forstamt gepachtet.
Etwa 30 unserer 100 Gärten sind schöne besonders naturnahe
Waldgärten.

Wir sind zwar nicht dem Kleingartenverband angeschlossen doch
kommen wir durch die Verpachtung von Gärten einem sozialen
Anliegen unserer Gesellschaft nach und orientieren uns insofern
auch an den Richtlinien des Kleingartenverbandes.

Unsere Gärten haben Wasser- und Stromanschluss; sie werden
in der Reihenfolge, in der die Bewerbungen eingehen, den
Interessenten angeboten und der Ablösewert wird von einem
Fachmann nach den Richtlinien des Kleingartenverbandes
festgelegt.

Imker genießen bei uns eine gewisse Vorzugsstellung; sie sind ja
auch unser Aushängeschild. Zur Zeit werden in 14 Gärten 150
Bienenvölker (das sind im Sommer 7,5 Millionen Bienen) gehalten.

Dabei gibt es jedoch keinerlei "Berührungsängste" zwischen
Gärtnern, Imkern und Bienen. Im Gegenteil, wir ergänzen uns
und profitieren voneinander.

Im Gegensatz zu früher sind wir nur noch ein kleiner Imkerverein.
Der bundesweite Trend des immer geringer werdenden Interesses
an der Bienenhaltung, - die Zahl der Imker in Deutschland ist in-
zwischen deutlich unter 100.000 und die der Bienenvölker unter
1 Millionen gesunken-, hat auch bei uns nicht halt gemacht. Dabei
ist für das ökologische Gleichgewicht in der Natur das Überleben der
Honigbiene von ganz wichtiger Bedeutung, da sie vor allem für die
Bestäubung der Wild- und Nutzpflanzen verantwortlich ist. Unsere
"zivilisierte" Natur bietet der Honigbiene überhaupt keine Überlebens-
möglichkeiten mehr (z.B. hohle Bäume in den Wäldern).
Sie ist auf dem Imker angewiesen, der sie in einem Bienenstock
einquartiert.

Übrigens, bie 1988 glaubte man, dass Bienen 30 Millionen Jahre alt
sind. Dann hat man in New Jersey einen 85 Millionen alten Bernstein
entdeckt, in dem die älteste Honigbiene eingeschlossen war.

 

So gesehen war es erst kürzlich im Mittelalter,
dass der Nürnberger Reichswald ein hervor-
ragendes Mischwaldgebiet und deshalb eine
der bedeutendsten Bienenweiden in Deutsch-
land war. So bedeutend,dass Kaiser Karl IV
den Zeidlern, wie sich die Imker damals
nannten, besondere Rechte verliehen hat.
Ihr Honig aus dem Reichswald hat Nürnberg zur Lebkuchenstadt gemacht.

Die ersten Siedler der Ortschaften Moosbach, Feucht (heute mit Zeidlermuseum),
Fischbach, Lauffenholz" Zabelshof" (Zabo) u.a. waren Zeidler.

Nun wieder in Zabo angekommen, könnten wir etwas vermessen sagen, dass
unsere Tradition der Bienenzucht bis auf das Jahr 1250 zurückgeht. Das, und
noch einiges mehr kann man bei uns erfahren. Vielleicht können wir Interesse
bei dem eine oder anderen wecken für das zwar nicht ganz anspruchslose aber
um so schönere Hobby des Imkerns, das den Imker ganz eng mit der Natur
verbindet. Wir bieten die Gelegenheit dazu.

Autor: H. Elbacher (Zeidlermeister)